
Einleitung
Der Teich ist für alle
gut geeignet, die einen Hingucker oder
Mittelpunkt in ihrem Garten möchten. Ein Teich ist nicht
einfach
eine "Riesenpfütze" wie manche behaupten. Nein, ein Teich
bietet
sehr viele Möglichkeiten. Alleine bei der Gestaltung des
Teiches
kann man so einiges zaubern. Sehr gefragt ist der Teich im asiatischen
Stil, der viel Stein und wunderschöne Pflanzen zeigt.
Natürlich kann man auch auf die moderne Art
zurückgreifen. Ein
Teich ist aber nicht nur für den Garten da. Wenn man reichlich
Platz hat, kann ein Zimmerteich auch zum zentralen Punkt
werden.

Teichbau
Es gibt verschiedene Varianten,
einen Teich aufzubauen. Eine
Möglichkeit wäre Teichfolie, die man in der
gewünschten Größe zuschneidet. Dabei ist zu
beachten, dass die Folie nicht zu
klein
geschnitten wird, denn es muss immer einiges an Teichfolie
überlappen. Wichtig ist, dass vorher ein gezielter Ort
gewählt
wird, wo keine Baumwurzeln sind. Die andere Möglichkeit ist,
ein
fertiges Teichbecken, auch "Fertigteich" genannt, zu verwenden. Der
Fertigteich muss nur an dem gewünschten Platz eingegraben
werden
und fertig. Doch man sollte darauf achten, dass nicht zu viel Hohlraum
unter dem Teichbecken ist.

Teichfolie
Fertigteich
Tiere
im Teich
Jeder
kennt natürlich Goldfische und Kois, die in einem Teich
meistens ihr Zuhause haben. Dort gibt es aber auch noch den
Sonnenbarsch, Rotfedern oder verschiedene Störarten. Abgesehen
von
den Fischen gibt es aber auch noch andere Teichbewohner wie z.B.
Schnecken, Teichmuscheln und Flusskrebse. Wenn ein Teich erstmal einige
Jahre alt ist, kommen auch wilde Tiere wie Frösche, Molche und
viele Insektenarten. In einem Fischteich ist dies allerdings seltener
der Fall, da es dann ein eher unruhiges Gewässer ist.
Goldfische
können eigentlich in fast jede Teichgröße
und die
Fortpflanzung ist auch recht einfach. Kois dagegen brauchen einen
großen und besonders tiefen Teich, der mindestens 1,20 m tief
sein
sollte. In zu kleinen Teichen haben sie zu wenig Schwimmraum, den sie
benötigen. Der Nachteil an flachen Teichen ist, das Reiher,
Katzen
oder andere Fischräuber den einen oder anderen Fisch
rausholen.
Die meisten Frösche, die man im Teich hat, sind
Grasfrösche,
die oft hin und her wandern. Richtige Wasserfrösche findet man
nur
selten in einem Gartenteich.
Goldfisch
Löwenkopf
Shubunkin
Goldorfe
Moderlieschen
Rotauge
Rotfeder
Bitterling
Sonnenbarsch
Stichling
Stör
Gründling
Der Koi
Der
Koi ist eine Züchtung von dem Wildkarpfen, der auch als Magoi
bekannt ist. Aus dem Wildkarpfen wurde ein Farbkarpfen (Asagi), der
unter anderem mit einem Spiegelkarpfen gekreuzt wird, was dann zu einem
Shusui führt. Die japanische Koizüchtung ist die
bekannteste
und zugleich teuerste. Es gibt auch noch einige Zuchtformen aus China,
Europa und Thailand. Das Wort Koi ist nur eine Abkürzung
für
Nishikigoi, das so viel wie Brokatkarpfen heißt. Es gibt Kois
in
allen verschiedenen Farben und Mustern und auch in Schleierform
(Butterfly). Kois können bis zu 70 Jahre alt werden, aber in
den
meisten Heimteichen werden sie meistens nur knapp 10 Jahre alt. Richtig
gute Züchtungen, Orginal-Kois aus Japan, können sogar
über 200 Jahre alt werden, was schon an ein Wunder grenzt.
Wichtige Zuchtformen:
Asagi/Shusui
Bekko
Hikarimoyomono
Hikari-Utsurimono
Kinginrin
Kōhaku
Koromo
Ogon
Sanke
Showa
Tancho
Utsurimono
Kawarimono

Koifarm
in Japan
Koikarpfen werden zum Teil heute noch aus Japan importiert, aber man
sollte darauf achten, dass der Züchter, von dem die Kois
kommen,
verifiziert ist (eingetragender Züchter).
Der Züchter kann kann bestätigen, dass die Kois
gesund
sind und
auch geimpft wurden. Meistens sind die Fische um 1 Jahr alt und kosten
zwischen 60€ und 150 €.
Billige Kois für 20 € sind meist israelische,
thailändische oder deutsche Nachzuchten.

Fischfeinde
Auch wenn einige denken, die
Fische
sind sicher, da sie ja unter Wasser leben. Auch Fische haben viele
Feinde, besonders Vögel.
Die
Fischräuber haben längst herausgefunden, dass man in
kleinen
Heimteichen viel besser sein Mittagessen bekommt als in
großen
Seen.
Was also muss man tun, damit
unsere Teichfische sicher sind?
Wichtig
ist es schon einmal, wenn der Teich nicht zu klein und zu flach ist.
Dann sollte der Teich eine Randbepflanzung haben und Verstecke
für
die Fische, z.B. viele Wasserpflanzen, unter denen sich die
Fische
verkriechen können.
Wichtig
ist auch, dass der Teich nicht von allen Seiten zugänglich
ist.
Wenn
trotzdem immer wieder Fische erlegt werden, sollte man sich Gedanken
über
einen Elektrozaun oder andere Hilfsmittel gegen Fischräuber
machen.
Katze
Katzen sind keine so
große Gefahr, da sie nicht an jede Stelle im Wasser
herankommen.
Außerdem jagen sie
nur kleine Fische.
Graureiher
Der Graureiher ist einer der
bekanntesten Fischräuber,
der auch nicht vor
größeren Fischen halt macht.
Kormoran

Der Kormoran ist ein perfekter
Räuber, da er auch nach seiner Beute tauchen kann.
Kormorane gibt es aber an
kleineren Heimteichen eher nicht.
Pflanzen
im Teich
Pflanzen
im Teich sind nicht nur schön anzusehen, sondern sie sind auch
wichtig für einen biologischen Ablauf im Teich.
Pflanzen entnehmen
schädliche Stoffe aus dem Wasser und geben Sauerstoff ab.
Die
Zonen im Teich
Im
Teich gibt es 4 Zonen, in denen Pflanzen plaziert werden
können. In
der Uferzone können verschiedene Gräser gepflanzt
werden oder
andere zum Teich passende Pflanzen.
In
der Sumpfzone sollte man Sumpfpflanzen setzten, also Pflanzen, die
feucht und auch teils im Wasser stehen müssen. In der
Flachwasserzone sind nur Pflanzen geeignet, die dauerhaft im
Wasser stehen können. Der Rohrkolben kann zum Teil noch in die
Flachwasserzone gesetzt werden. In die Unterwasserzone kann man
Seerosen oder Lotus pflanzen, die jedoch nur bis zu 80 cm im
Wasser
stehen dürfen. Ansonsten eignet sich Wasserpest oder Hornkraut
sehr gut für unter Wasser.
Japan
Kultur
Immer häufiger neigen
Leute dazu, sich etwas von den japanischen
Gärten abzugucken. In Japan sind die meisten Gärten
sogenannte Steingärten mit einem Hauch von einer bunten
Pflanzenwelt. Rasen, so wie wir ihn in unseren Gärten kennen,
ist
in japanischen Gärten nicht gerade der Hit. Kiesel sind
dagegen
eine perfekte Bodenbedeckung und gleichzeitig werden spezielle Linien
und Muster in dem Kiesboden hervorgehoben. Zwischen dem Bodengrund
werden größere Steine in Position gebracht und mit
der einen
oder anderen Pflanze geschmückt. Pflanzen wie Bambus kommen
eher
aus der chinesischen Region, aber eignen sich auch sehr gut
dafür.
Die Japaner setzen gerne Fächerahorne und Kirschbäume
als
Solitärpflanzen ein.

Aber was man nicht vergessen
darf sind
die weltbekannten Bonsaibäume, die in Japan auch aus allen
möglichen Bäumen umgewandelt werden. Man kann aus
fast jedem
Baum einen Bonsai machen, und das haben nicht nur die Japaner bewiesen.
Auch wir haben schon den einen oder anderen Baum verzaubert.
Und um wieder zu dem Thema
Teich zu kommen: Der eine oder andere
Bonsaibaum in der Nähe eines Teiches kann durchaus attraktiv
sein.
Dabei sollte man aber darauf achten, dass es kein Baum mit
großen
starken Wurzeln ist.

Bachlauf
oder Wasserfall?
Ob
Bachlauf oder Wasserfall, beides hat seinen Reiz. Aber wie sollte man
einen Bachlauf oder Wasserfall planen? Was für
Vorraussetzungen
muss mein Garten haben und was muss ich beachten? Das sind die
Hauptfragen, die man sich stellen sollte. Wichtig ist erstmal die Lage
des Gartens, denn wenn ein Abhang im Garten ist, kann das schon ein
großer Vorteil sein. Bei
einem Wasserfall sollte eine Anhöhe mindestens 1 Meter haben.
Der
Unterschied zu einem Bachlauf ist, dass der Wasserfall direkt in den
Teich läuft und nicht erst seinen Weg finden muss. Wasserfälle
können aber auch verbunden werden mit Bachläufen, was
zu einem besonderen
Hingucker wird.
Ein Bachlauf kann etwas flacher
sein und vor allem sollte er länger sein, aber es
kommt auf die Entfernung von der Quelle bis zur Mündung an.
Damit ein richtiger Wassereffekt sichtbar ist (auch hörbar),
sollte man in der Bachlaufrinne Stufen und Steine einbauen. Bei
Fertigbachläufen ist dies meistens schon integriert. Wenn man
sich
für Teichfolie entscheiden sollte, kann man Splitt als
Bodengrund
nehmen, damit hinterher die Folie nicht sichtbar ist. Aber im Handel
gibt es auch Bachlauffolien, die schon mit festgeklebtem Kies zu
bekommen sind. Der Nachteil an diesen Folien ist, dass der Kies sich
nach der Zeit löst. Ein Bachlauf oder Wasserfall muss aber
nicht
zwangsweise in einen Teich münden. Es gibt auch die
Möglichkeit, dass das Wasser in einen
Kunststoffbehälter
läuft (wie eine Regentonne).


Fertigbachlaufschale
Projekt: ADM Japanteich und Garten

























