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Das
geheimnisvolle Brackwasser
Brackwasser ist ein
Gewässer mit
Salzanteil und vielen Bewohnern.
Wenn man sich ein Brackwasseraquarium anschaffen möchte,
sollte
man wissen, dass Brackwasser viel Pflege und
Verantwortung braucht. In einem Brackwasseraquarium sollten immer der
Salzzusatz und der Ph-Wert stimmen.
Viele Tiere, die im
Brackwasser leben, sind nur
in ihrer Jugend im Brackwasser heimisch, später ziehen sie ins
Meer.
In einem Brackwasserbecken
sollte der Salzzusatz etwas hin-
und herschwanken, denn in der Natur sinkt der Salzwert auch und dann
steigt
er wieder. Wenn das alles stimmt, können Sie sich mit der
Frage
beschäftigen, welche Pflanzen und
Fische geeignet sind.
Pflanzen im Brackwasser
An Pflanzen gibt es
nicht sehr viel Auswahl.
Mangrove, Cryptoryne cilata, viele Algenarten und einige
Farne sowie Speerblätter halten sich bei einer bestimmten
Salzmenge
gut im Brackwasser.
 
Cryptocoryne
cilata/Cilata Blüte
Die Mangrove
Mangrovenbäume wachsen in großer Anzahl in den
Mangrovensümpfen. Dies sind Wälder, die sich an
tropischen
Küsten gebildet haben und den Salzgehalt gut vertragen
können. Es gibt weltweit ungefähr 150.000 km² (15M Hek.)
Mangrovenwälder
in Amerika, Afrika und Asien.

Mangrovengebiete
weltweit/Mangrovengebiet auf Kuba
Mangrovenbäume haben besonders große und ins Wasser
ragende
Stelzwurzeln, mit denen sie auch vielen Wassertieren Schutz bieten. Die
Wassertemperatur in den Mangrovenwäldern ist meist
über 20
Grad. Es gibt etwa 70 verschiedene Mangrovenarten, bekannte sind z.B.
die Rote Mangrove (Rhizophora mangle L.) und Bruguiera sexangula.

Mangrove/
Mangrovensteckling
Mangrovenbäume
werden auch verarbeitet. Die Wurzeln werden meist als Brennholz
genommen, aber auch für die Aquaristik werden Mangrovenwurzeln
gern genutzt. Auch ganze Mangroven selbst sind bei uns in der
Aquaristik als neuer Trend angekommen. Ob Samen oder Stecklinge, eine
echte Mangrove im Aquarium ist ein echter Hingucker.

Tiere im Brackwasser
Die Fischwahl fällt da etwas leichter. Es ist
eher das Problem, woher bekomme ich diese Tiere. Der wohl bekannteste
Brackwasserfisch ist der Schützenfisch. Dann gibt es noch die
Brackwassermuräne, den Argusfisch, den Minihai, das
Silberflossenblatt, den Schlammspringer, das Vierauge, den Indischen
Buntbarsch, den Indischen Glasbarsch, die Goldringel-Grundel, den
Tigerbarsch und viele mehr. Im Brackwasser wohnen auch einige
Schneckenarten und Krebsarten wie die Rote Mangrovenkrabbe, die im
Handel oft vertreten ist, aber auch im Süßwasser
gehalten
werden kann.
Wir von ADM kommen
öfters mal an einzelne Tiere heran, auch an Tiere, die man so
gut
wie gar nicht in Deutschland in die Finger bekommt.
Der einzige
relativ oft vorkommende Brackwasserriese ist Arius jordani (im
Handel als Minihai bekannt). Für diesen großen
Minihai sollte man auch ein großes Aquarium zur
Verfügung
haben, weil er mit bis zu 50cm Länge nicht in ein
Durchschnittsbecken passen würde. Leider werden die Tiere oft
für Süßwasseraquarien verkauft und somit
sterben sie,
bevor sie überhaupt wachsen können.

Der
Schützenfisch (Toxotes jaculatrix) oder auch Archerfisch ist
dafür bekannt, dass er einen Wasserstrahl schießen
kann, um
somit Insekten von Ästen, die über dem
Wasser
hängen, herunter zu schießen. Das Insekt
fällt runter
ins Wasser und der Schützenfisch kann sich seine Beute
gemütlich schnappen. Schützenfische sind zudem auch
gute Springer.
Tiere,
an die wir öfters ran kommen:
Monodactylus
argenteus
Scatophagus argus
Toxotes spec
Toxotes jaculatrix
Arius jordani
Periophthalmus spec
Stigmatogobius spec
Neovespicula depressifrons
Gobioides spec
Brachygobius spec
Takifugu ocellatus
Tetraodon biocellatus
Tetraodon nigroviridis
Tetraodon fluviatilis
Etroplus maculatus
Brackwasser, die goldene Mitte
Die meisten Menschen kennen nur
Süß- und
Seewasseraquaristik und wissen nicht, dass es etwas dazwischen auch
gibt.
Wir wollen Brackwasser auf dieser Seite so gut wie es geht
bekannt machen und wer weiß, vielleicht wollen Sie sich schon
bald ein Brackwasseraquarium zulegen.
Brackwasser ist genau für die
Menschen, die sich nicht zwischen Süß- oder
Seewasseraquaristik entscheiden können oder die einfach etwas
haben wollen, was kaum jemand besitzt. Der Nachteil bei der
Brackwasseraquaristik ist, dass es auf dem deutschen Tiermarkt kaum
oder keine Brackwasserbewohner angeboten werden.
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